Ja. Ich war schon lange nicht mehr hier. Eine Superheldin ist nun mal eben oft in Aktion. Jetzt vor allem in komplett eigennütziger. Das Ende des Semesters war dann schließlich doch anstrengender, als ich es erwartet hatte. Aber jetzt wäre alles geschafft und ich habe Zeit, mich auszuruhen und irgendwann irgendwie wieder vollkommen zu leben.
Der Sommer zeigt sich ja wieder einmal von seiner besoffenen Seite. Heute noch ungefähr 25 Grad hier in Frankfurt, und morgen soll es schon wieder mehr als 7 Grad kälter sein. Und regnen und auch der Wind lässt grüßen. An solchen Tagen sitze ich am liebsten zuhause. Beobachte die Wassermassen da draußen, höre Musik und denke an ihn und ihn. An die Vergangenheit und denke auch an die Zukunft. Wie alles sein wird und wann ich wohl endlich meinen Traumprinzen ebenbürtigen Superhelden finden werde. Und dann schließe ich meistens die Augen und lausche all den Geräuschen um mich herum. Zur Beruhigung und zum Entspannen. Und zwischendurch muss ich auch mein Superheldinnenkostüm waschen und bügeln und flicken. Denn man weiß ja nie, wann es wieder benötigt wird.
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Und so zogen wir durch Frankfurt von einem Lokal zum nächsten.
Bis der Morgen schon wieder anbrach und die Sonne unsere Drinks
aufwärmte. Oder so ähnlich. Es wurde zumindest richtig
spät.

